KI-Suche bedroht B2B-Marketing
von A. Zaszczynski 18. Juli 2025 Beratung Content Marketing

KI-Suche: Relevanz von PR steigt im B2B-Marketing

Die Art und Weise, wie Inhalte im Internet gefunden werden, verändert sich grundlegend. Durch den Einsatz generativer KI – etwa in Form von ChatGPT, Perplexity AI oder Google AI Overviews – rücken Zero-Click-Suchen in den Vordergrund. Nutzerinnen und Nutzer erhalten direkte Antworten, ohne klassische Suchergebnisse aufzurufen. Für das B2B-Marketing hat das weitreichende Konsequenzen: Sichtbarkeit, die früher über organische Treffer oder bezahlte Anzeigen entstand, nimmt rapide ab.

Stattdessen steigt die Relevanz von Quellen, die als besonders vertrauenswürdig gelten – insbesondere Fachmedien und Branchenpublikationen. Denn generative KI-Systeme greifen bei der Beantwortung von Fragen vorrangig auf Inhalte zurück, die in diesen Umfeldern erscheinen. Wer als Anbieter oder Marke dort regelmäßig vertreten ist – etwa durch Presseinformationen, Fachbeiträge oder Experteninterviews –, erhöht die Wahrscheinlichkeit, in KI-generierten Antworten sichtbar zu bleiben. Eine SEO-optimierte Website reicht nicht mehr aus. Sichtbarkeit entsteht zunehmend über glaubwürdige Dritte.

In zahlreichen Industriebranchen – darunter Maschinenbau, Verpackung, Energie, Pharma und Lebensmittel – entstehen dadurch neue Anforderungen an B2B-Kommunikation und Contentstrategie. Wer im digitalen Raum bestehen will, muss seine SEO-, PR- und Thought-Leadership-Maßnahmen neu aufeinander abstimmen – und dabei über Inhalte sprechen, die auch Maschinen als relevant einstufen.

Erfahren Sie mehr zum Thema SEO

Zero-Click-Suche und die neue Realität der B2B-Customer-Journey

Was Zero-Click-Suche ist – Funktionsweise und Beispiele aus der Praxis

Mit der Verbreitung generativer KI verändert sich die Struktur von Suchmaschinen grundlegend. Immer mehr Plattformen – darunter Google, Bing und spezialisierte Tools wie Perplexity oder ChatGPT – liefern direkte Antworten auf Suchanfragen, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer überhaupt noch eine externe Websites aufrufen. Diese sogenannten Zero-Click-Suchen bedeuten, dass der klassische Klick auf ein organisches oder bezahltes Suchergebnis entfällt. Informationen werden im Antwortfeld der KI dargestellt – kompakt, zusammengefasst und häufig ohne Angabe der ursprünglichen Quelle. Siehe auch Capgemini.

Für B2B-Marketer bringt diese Entwicklung eine fundamentale Herausforderung mit sich: Die digitale Präsenz, die über Jahre hinweg mühsam durch Suchmaschinenoptimierung aufgebaut wurde, wird teilweise umgangen. Während etwa bei Google noch vor wenigen Jahren eine durchdachte SEO-Strategie Sichtbarkeit garantierte, konkurrieren Markeninhalte heute mit den Zusammenfassungen generativer Modelle. Damit wird der eigentliche Inhalt – die Website, der Blogbeitrag oder die Produktseite – nicht mehr direkt vom Nutzer aufgerufen. Der Klick entfällt. Sichtbarkeit in der klassischen Form verschwindet.

SEO-Strategien für Zero-Click-KI-Suchanfragen

Welche Stationen in der Customer Journey wegfallen – Auswirkungen auf Touchpoints

Besonders gravierend ist der Wandel in den frühen Phasen der Customer Journey. Wo potenzielle Kundinnen und Kunden bisher auf der Suche nach Orientierung mehrere Anbieter-Websites besuchten, Berichte lasen oder sich durch Studien klickten, wird heute oft nur noch eine aggregierte Antwort gelesen. Die Awareness-Phase verkürzt sich deutlich – oder entfällt sogar komplett. Gleiches gilt für die Consideration-Phase: Der Wechsel vom Informationssuchenden zum ernsthaften Interessenten findet nicht mehr sichtbar auf der eigenen Website statt.

Die Konsequenz: Wichtige Touchpoints, die traditionell für Leadgenerierung genutzt wurden – Whitepaper-Downloads, Webinare oder Newsletter-Anmeldungen – erreichen ihre Zielgruppe nicht mehr zuverlässig. Damit sinkt nicht nur die Zahl qualifizierter Leads. Es entfällt auch der direkte Kontakt zum potenziellen Kunden, der bislang wichtige Erkenntnisse für das Marketing lieferte. Zugleich verlagert sich die Wahrnehmung des eigenen Angebots zunehmend in fremdgesteuerte Kontexte: in KI-generierte Übersichten, in AI-Antworten, die nach eigenen Regeln gewichtet und formuliert sind – häufig ohne Einflussmöglichkeit des Absenders.

Warum frühe Informationsphasen jetzt verloren gehen – Konsequenzen für Leadgenerierung

Diese Entwicklung führt dazu, dass klassische Funnels nicht mehr zuverlässig funktionieren. Gerade B2B-Unternehmen mit komplexen, erklärungsbedürftigen Produkten sind auf eine strukturierte Leadentwicklung angewiesen – beginnend mit der frühen Sichtbarkeit über Contentformate bis hin zur qualifizierten Anfrage. Doch wenn der Kontakt zur Zielgruppe bereits in der Recherchephase abreißt, müssen neue Strategien greifen.

Die Folge ist eine Verlagerung des Marketings auf spätere Funnel-Phasen: Die Bindung von Bestandskunden, gezielte Remarketing-Kampagnen oder persönliche Kontaktanlässe gewinnen an Bedeutung. Auch die Conversion-Messung verändert sich. Anstelle des reinen Klicks auf ein Suchergebnis treten Metriken wie „Assisted Conversions“ oder der „Share of Model“ – also die Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. Unternehmen müssen diese neuen KPIs systematisch beobachten und interpretieren, um ihre digitalen Strategien zukunftssicher zu steuern.

Langfristig wird die Fähigkeit, auch ohne klassischen Websitebesuch relevant und sichtbar zu bleiben, über den Erfolg im B2B-Marketing entscheiden. Wer den veränderten Customer Journey versteht und die Mechanismen der Zero-Click-Suche analysiert, schafft die Basis für gezielte Maßnahmen in Kommunikation, SEO und Leadgenerierung.

SEO neu denken – Strategien für Sichtbarkeit in der KI-gesteuerten Suche

Struktur- und Inhaltsanpassung für LLMs (Large Language Models)

Suchmaschinenoptimierung verändert sich grundlegend – nicht nur technisch, sondern auch konzeptionell. Mit dem Aufstieg von Large Language Models (LLMs) wie Google Gemini, ChatGPT oder Claude wird SEO nicht länger nur für Suchalgorithmen gemacht, sondern für KI-Modelle, die Inhalte nicht nur finden, sondern auch interpretieren und neu formulieren. Um unter diesen Bedingungen sichtbar zu bleiben, müssen Inhalte nicht nur hochwertig sein – sie müssen maschinenlesbar aufbereitet werden.

Das beginnt bei der Struktur: Saubere Headings, klare semantische Hierarchien und strukturierte Metadaten sind essenziell. Der Einsatz von Schema.org-Markups für Produktseiten, Eventhinweise oder Organisationsdaten hilft dabei, Inhalte gezielt zu „verpacken“. Für die Implementierung gibt es zahlreich Plugins. Auch die interne Verlinkung sollte so gestaltet sein, dass inhaltliche Zusammenhänge für den Crawler erkennbar sind – nicht nur für den Nutzer. Ziel ist es, das eigene Fachwissen so zugänglich zu machen, dass LLMs es priorisieren und korrekt in AI-Antworten einbauen können.

Bedeutung von „Share of Model“ und semantischer SEO

Im neuen KI-basierten Suchumfeld reicht es nicht mehr aus, für bestimmte Keywords gut zu ranken. Entscheidend ist, ob das Unternehmen oder seine Inhalte überhaupt im sogenannten „Share of Model“ vorkommen – also in den Trainings- und Abrufdaten der LLMs, die zur Beantwortung von Nutzeranfragen herangezogen werden. Diese Sichtbarkeit ist nicht messbar mit klassischen Tools wie der Google Search Console, sondern erfordert neue KPIs, etwa qualitative Nennungsanalysen oder eine Beobachtung der thematischen Präsenz in generierten Inhalten.

Semantische SEO gewinnt in diesem Kontext deutlich an Bedeutung. Sie zielt nicht mehr nur auf die Optimierung einzelner Suchbegriffe, sondern auf die inhaltliche Tiefe und thematische Autorität. Es geht darum, innerhalb eines Themenfelds als vertrauenswürdige Quelle zu gelten – sowohl aus Nutzersicht als auch im Kontext von maschineller Verarbeitung. Je klarer ein Unternehmen inhaltlich positioniert ist, desto wahrscheinlicher wird es in generativen Antworten berücksichtigt. Inhalte müssen deshalb kontextuell relevant, logisch aufgebaut und mit klarer Zuordnung zu Fachbegriffen versehen sein.

Von Keywords zu Entitäten – wie Inhalte maschinenlesbar werden

Die großen Sprachmodelle verstehen Sprache nicht auf Basis isolierter Keywords, sondern auf Basis von Entitäten – also eindeutig identifizierbaren Objekten, Personen, Organisationen oder Konzepten. Das bedeutet für die Contentstrategie: Inhalte müssen auf eindeutige Konzepte und Zusammenhänge hin optimiert werden. Wer etwa im Bereich „nachhaltige Verpackungslösungen“ sichtbar sein möchte, muss Inhalte anbieten, die diese Entität mit branchenspezifischem Know-how, Lösungen und validierten Daten untermauern.

Ein bewährter Ansatz ist die Cluster-Strategie: Eine zentrale Pillar Page behandelt ein Hauptthema in der Tiefe, flankiert von thematisch passenden Unterseiten, die Aspekte wie Technologien, Normen, Anwendungsbeispiele oder Fallstudien abdecken. Diese Struktur erleichtert nicht nur den Nutzer:innen die Orientierung, sondern erlaubt auch KI-Systemen, die thematische Autorität eines Unternehmens zu erkennen.

Dabei zählt Qualität vor Quantität. KI-Modelle gewichten Inhalte nicht nur nach Vorkommen bestimmter Begriffe, sondern auch nach Quellenverlässlichkeit, semantischer Kohärenz und Relevanz im Kontext anderer Informationen. Das bedeutet: Redaktionelle Qualität, korrekte Quellenverweise und eine konsistente Terminologie sind essenziell für Sichtbarkeit. Wer SEO heute neu denkt, verbindet redaktionelle Präzision mit technischem Verständnis – und macht Inhalte fit für die KI-gestützte Suchrealität von morgen.

KI zitiert bevorzugt Pressemitteiungen und Fachbeiträge – Markenwert als strategisches Gegengewicht

Relevanz von Earned Media für KI-Suchergebnisse

Die Mechanismen, nach denen generative KI-Modelle Inhalte bewerten, unterscheiden sich deutlich von klassischen Suchmaschinenlogiken. Während bei Google und Co. die technische und semantische Optimierung einer Website über Ranking und Sichtbarkeit entscheidet, bevorzugen Large Language Models (LLMs) Inhalte aus externen, als vertrauenswürdig bewerteten Quellen – etwa Fachmedien, Branchenportalen oder wissenschaftlichen Publikationen.

Das bedeutet: Presseveröffentlichungen, Artikel in Fachzeitschriften oder Beiträge in anerkannten Medienplattformen werden in AI-Antworten häufiger zitiert als Inhalte auf Unternehmenswebsites. Diese Form von „Earned Media“ ist damit kein reines Instrument der Reputationspflege mehr, sondern ein direkter Hebel für digitale Sichtbarkeit in Zero-Click-Szenarien.

Unternehmen, die strategisch in PR und Medienarbeit investieren, erhöhen ihre Chancen, in der Antwortlogik von KI-Systemen überhaupt berücksichtigt zu werden. Das klassische SEO-Paradigma – Kontrolle über die eigene Domain – verliert an Relevanz. Sichtbarkeit entsteht zunehmend in Kontexten, die nicht mehr direkt steuerbar sind. Deshalb wird Vertrauen durch Dritte – ob journalistisch, wissenschaftlich oder kuratiert – zur neuen Währung der Auffindbarkeit.

Wie PR und Thought Leadership die Sichtbarkeit in AI-Suchen beeinflussen

Zentral für die Bewertung durch KI-Modelle ist nicht nur, wo Inhalte veröffentlicht werden, sondern wer sie verbreitet und wie sie inhaltlich einzuordnen sind. Thought Leadership – also die gezielte Positionierung von Expertinnen und Experten in einer Branche – spielt hier eine entscheidende Rolle. LLMs erkennen wiederkehrende Namen, Marken und Themenverbindungen. Je häufiger ein Unternehmen oder eine Führungskraft in glaubwürdigen Zusammenhängen genannt wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, in generierten Antworten aufzutauchen.

Whitepaper, Studien, Branchenkommentare oder Interviews sind dabei besonders wirksam. Sie bieten inhaltliche Tiefe und unterstreichen die Fachkompetenz, auf die LLMs bei ihrer Antwortbildung zurückgreifen. Thought Leadership wird so zu einem technischen Faktor – und zu einem strukturellen Wettbewerbsvorteil im B2B-Marketing.

Erfolgreiche Kommunikation verbindet deshalb PR, Contentstrategie und CEO-Kommunikation. Die einzelnen Maßnahmen zahlen auf ein gemeinsames Ziel ein: Das Unternehmen als relevanten Player im thematischen Ökosystem zu verankern, in dem KI-Modelle Antworten generieren. Dabei genügt es nicht, sporadisch Inhalte zu platzieren – vielmehr ist eine strategische, kontinuierliche Präsenz in glaubwürdigen Formaten erforderlich.

Warum Brand-Awareness ein Schutzschild gegen den Sichtbarkeitsverlust ist

Markenstärke wird im Zeitalter der KI-Suche zum strategischen Gegengewicht gegen den Verlust an kontrollierbarer Sichtbarkeit. Wer als Marke präsent, bekannt und relevant ist, wird häufiger direkt gesucht – unabhängig davon, ob die Website in einer klassischen Trefferliste erscheint oder nicht. Brand-Suchen kompensieren zum Teil den Rückgang generischer Klicks und stabilisieren den Traffic trotz zunehmender Zero-Click-Dynamiken.

Darüber hinaus beeinflusst Markenbekanntheit auch die Gewichtung in den Modellen selbst. LLMs integrieren Informationen, die häufig erwähnt werden, in ihre Berechnungsgrundlage. Eine starke Marke erhöht also die Chance, automatisch in thematischen Zusammenhängen genannt zu werden – ganz gleich, ob es um Produkte, Lösungen oder Branchentrends geht.

In einem Umfeld, in dem Inhalte in Sekundenbruchteilen bewertet und neu arrangiert werden, ist Vertrauen ein zentraler Faktor. Und Vertrauen entsteht nicht nur über Fakten – sondern über Bekanntheit, Wiedererkennung und Relevanz. Unternehmen, die langfristig in Markenkommunikation investieren, schaffen einen Schutzraum gegen die Unsichtbarkeit in KI-gesteuerten Umfeldern. Brand-Building ist damit keine weichere Alternative zur Performance-Optimierung – sondern die notwendige Ergänzung im digitalen Marketingmix.

Mann sitzt vor Computer mit dem Bildschirm Generative AI

Es geht darum, Informationen nicht einfach nur bereitzustellen – sondern so zu gestalten, dass sie von Mensch und Maschine gleichermaßen verstanden werden.

Praktische Ansätze für Industrien mit erklärungsbedürftigen Produkten

Anwendungsszenarien aus Maschinenbau und Verpackung

B2B-Branchen mit hohem Erklärungsbedarf – etwa der Maschinenbau oder die Verpackungsindustrie – sehen sich durch Zero-Click-Suchen mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Hier reichen vereinfachte KI-Antworten selten aus, um komplexe Zusammenhänge zu vermitteln. Die Produkte sind techniklastig, in vielen Fällen modular, erklärungsbedürftig oder individuell konfigurierbar. Gleichzeitig bestehen branchenspezifische Anforderungen hinsichtlich Normen, Materialeigenschaften oder regulatorischer Vorgaben – etwa bei Lebensmittelverpackungen.

Im Maschinenbau spielt etwa die Integration in bestehende Prozesse, die Abstimmung auf technische Parameter und die Darstellung von Einsatzszenarien eine zentrale Rolle in der Kommunikation. Diese Informationen lassen sich nicht zuverlässig in wenigen Sätzen durch generative Modelle abbilden – insbesondere dann nicht, wenn die Inhalte aus öffentlich zugänglichen Quellen stammen, die nicht auf technische Präzision ausgelegt sind. Ähnlich verhält es sich bei Verpackungslösungen, bei denen Faktoren wie Nachhaltigkeit, Recyclingfähigkeit, Migrationstests oder Supply-Chain-Anforderungen eine Rolle spielen.

Die Konsequenz: Je komplexer das Produkt, desto gezielter müssen Inhalte strukturiert, modularisiert und mit semantischer Klarheit aufbereitet werden. Ausführliche Use Cases, technische Datenblätter, strukturierte Vergleichstabellen oder interaktive Entscheidungsbäume können helfen, relevante Informationen nicht nur sichtbar, sondern auch KI-kompatibel zu vermitteln. Es geht darum, Informationen nicht einfach nur bereitzustellen – sondern so zu gestalten, dass sie von Mensch und Maschine gleichermaßen verstanden werden.

Welche Formate funktionieren in AI-Suchen besonders gut?

KI-gestützte Suchsysteme bevorzugen Inhalte, die klar, logisch aufgebaut und leicht extrahierbar sind. Deshalb gewinnen bestimmte Inhaltsformate deutlich an Bedeutung – insbesondere solche, die einem festen Fragemuster folgen oder eine strukturierte Wissensbasis darstellen.

FAQ-Seiten mit klaren Fragen und kompakten Antworten gelten als besonders KI-kompatibel. Sie werden häufig direkt in Antworten übernommen, da sie die Suchintention präzise aufgreifen und unmittelbar umsetzbare Informationen liefern. Gleiches gilt für Glossare, definitorische Beiträge oder strukturierte Übersichten technischer Begriffe und Konzepte.

Auch Whitepaper, Checklisten oder Anwendungsleitfäden können erfolgreich sein – vorausgesetzt, sie folgen einem konsistenten Aufbau, verwenden saubere Terminologie und sind mit semantischer Auszeichnung (z. B. mittels strukturierten Daten) versehen. Die Kombination aus redaktioneller Qualität, technischer SEO und inhaltlicher Tiefe erhöht die Wahrscheinlichkeit, in AI-generierten Suchergebnissen zu erscheinen.

Wichtig dabei ist, dass Inhalte nicht nur relevant sind, sondern auch als vertrauenswürdig gelten. Quellennachweise, Fachautorenschaft, Referenzprojekte oder Zertifizierungen steigern die „Glaubwürdigkeit“ gegenüber KI-Systemen – und damit die Auffindbarkeit.

Welche KPIs künftig relevant sind – von CTR zu Assistierten Conversions

Mit dem Wandel der Suchmechanik verändern sich auch die Messgrößen, die über den Erfolg digitaler Kommunikation entscheiden. Die klassische CTR – also die Klickrate auf Suchergebnisse – verliert an Bedeutung, da der Klick selbst in vielen Fällen gar nicht mehr erfolgt. Sichtbarkeit entsteht heute auch ohne unmittelbare Website-Interaktion.

In den Vordergrund rücken neue Kennzahlen: Der „Share of Model“ etwa beschreibt, wie häufig ein Unternehmen oder ein Produkt in AI-generierten Antworten auftaucht. Auch der sogenannte „Visibility Score“ – eine semantische Sichtbarkeitsmetrik – oder das AI-Snippet-Exposure (also die Häufigkeit, mit der Inhalte in Antwortfeldern dargestellt werden) gewinnen an Relevanz.

Besonders wichtig ist zudem die Messung von „Assisted Conversions“: Käufe, Anfragen oder Downloads, die über indirekte Touchpoints – etwa generative Suchantworten – vorbereitet wurden. Die Herausforderung besteht darin, diese Conversions korrekt zuzuordnen. Klassische Webanalyse-Tools stoßen hier an ihre Grenzen. Unternehmen, die ihre Erfolgsmessung auf die neue Realität ausrichten möchten, müssen in neue Analysemodelle, Attributionstechnologien und Schnittstellen investieren.

Diese Entwicklung trifft insbesondere Industrien mit erklärungsbedürftigen Produkten – denn dort ist die Customer Journey ohnehin komplexer und weniger linear. Wer in diesem Umfeld die richtigen Formate einsetzt, neue KPIs etabliert und die eigenen Inhalte strategisch aufbereitet, sichert sich langfristig Relevanz in einem zunehmend KI-dominierten Suchumfeld.

Fazit: Neue Spielregeln im B2B-Marketing – und wie Sie jetzt reagieren sollten

Zero-Click-Suchen verändern die Spielregeln im digitalen Marketing – tiefgreifend und nachhaltig. Wer B2B-Märkte adressiert, muss davon ausgehen, dass klassische Customer Journeys zunehmend fragmentiert oder sogar ausgelassen werden. Die Sichtbarkeit in generativen Suchsystemen entscheidet künftig nicht mehr allein über Klicks, sondern über Relevanz, Wahrnehmung und letztlich über den Geschäftserfolg.

Die Anpassung an diese neue Realität verlangt mehr als eine technische Justierung der SEO-Strategie. Unternehmen, insbesondere in erklärungsbedürftigen Branchen wie Maschinenbau, Verpackung, Energie oder Pharma, müssen die eigene Sichtbarkeit neu denken – auf Ebene der Inhalte, der KPIs und der Kommunikationsarchitektur. Das bedeutet: weg von isolierten Keywordstrategien, hin zu semantischer Autorität. Weg von reinem Performance-Denken, hin zu strategischem Brand-Building und Thought Leadership.

Wer frühzeitig investiert – in strukturierte Inhalte, smarte Metriken und eine starke Marke –, sichert sich die Aufmerksamkeit in einer digitalen Umgebung, in der klassische Sichtbarkeit nicht mehr garantiert ist. Sichtbar bleibt nur, wer verstanden wird – von Mensch und Maschine.


Hier setzt AzetPR an:
Mit jahrzehntelanger Erfahrung in komplexen B2B-Branchen wie Verpackung, Maschinenbau, Processing, Logistik, Pharma und Industrie unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Sichtbarkeit in einem von KI geprägten Suchumfeld nachhaltig zu sichern.
Wir entwickeln Content-Strategien, die nicht nur fachlich fundiert und markenstrategisch positioniert sind, sondern zugleich den strukturellen Anforderungen generativer Suchsysteme gerecht werden. Ob semantisch optimierte Fachtexte, Thought Leadership Formate oder PR-Maßnahmen zur Stärkung der Autorität – wir verbinden technisches Verständnis mit redaktioneller Exzellenz, damit Ihre Botschaften dort ankommen, wo heute über Relevanz entschieden wird: in den Antworten von Mensch und Maschine.

➡️ Buchen Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch: Termin vereinbaren.

Die Fotos in diesem Beitrag sind KI-generiert.

 


Zurück zur Übersicht
Über A. Zaszczynski

Ich bin Andrea Zaszczynski und arbeite im Bereich der internationalen Public Relations mit einem speziellen Fokus auf B2B-Kommunikation. Ich bin Geschäftsführerin der Agentur AzetPR International Public Relations, einer PR-Agentur in Hamburg, die sich auf strategische Beratung, zielgerichtete PR-Kampagnen und die Implementierung effektiver PR- und Online-Strategien für Technologieunternehmen spezialisiert hat. Unsere Agentur ist bekannt für ihre Expertise in verschiedenen Sektoren wie Verpackung, Processing, Energie und und Technologie. Mein Team und ich nutzen innovative Werkzeuge wie KI für Brainstorming und zur Optimierung von SEO- und SEA-Strategien, um einen kreativen und datengesteuerten Ansatz in der Public Relations zu gewährleisten. Weitere Infos zu meiner Expertise hier!